Donnerstag, 6 Oktober 2022

Graue Haare mit 40: Mögliche Ursachen und Pflegetipps

by AdminGlowingMag
Roman Samborskyi/shutterstock.com

Manche entdecken sie erst mit 60 auf ihrem Kopf, andere bereits mit 25: graue Haare. Durchschnittlich beginnt das Ergrauen aber zwischen 40 und 50, und das unabhängig von der natürlichen Haarfarbe. Dunkelhaarige bemerken die Veränderung meist nur schneller als Blondinen oder Rotschöpfe. Schließlich sind die grauen Härchen oder auch Strähnchen aufgrund des Kontrasts bei Brünetten oder Schneewittchentypen einfach besser sichtbar.

Graue Haare mit 40? Eine Frage der Gene

Ursächlich für den früheren oder späteren Beginn des Ergrauens sind bei Frauen vor allem genetische Faktoren. Das belegen Studien aus England und Dänemark, für die die Wissenschaftler über 200 Zwillingspärchen erforschten, die zum Teil getrennt voneinander aufwuchsen und ganz verschiedene Lebenswege und -umstände hatten. Es zeigte sich, dass Umweltfaktoren kaum einen Einfluss hatten, die Vererbung hingegen schon. Dass bedeutet für uns: Sind bereits die Eltern und/oder Großeltern früh ergraut, so trifft es auch uns vor der Zeit. Hatten die Vorfahren hingegen bis ins hohe Alter kaum ein graues Haar, wird auch unser Schopf nicht so schnell silbrig schimmern.

Langsamer altern

Wann die Veränderung der Mähne beginnt, ist individuell also sehr unterschiedlich. Doch eines steht fest: Sofern er oder sie nicht gänzlich haarlos durchs Leben geht, trifft das Ergrauen irgendwann jede und jeden. Es gibt absolut nichts, was wir aktiv dagegen tun könnten. Zwar gibt es immer wieder Forschungen, die sich damit beschäftigen, ob Faktoren wie Stress, Trauer oder eine ungesunde Ernährung das genetisch festgelegte Grauwerden beschleunigen. Bislang sind die Ergebnisse aber nicht eindeutig oder werden kontrovers diskutiert.

Rauchen und Übergewicht schaden

Laut einer koranischen Studie gibt es Tendenzen, dass starkes Übergewicht schneller zum Ergrauen führt. Und auch Raucherinnen und Raucher sind angeblich früher dran. In Japan hat man zudem herausgefunden, dass oxidativer Stress durch freie Radikale die für die Produktion der Farbpigmente verantwortlichen Zellen zerstören kann. Sollten sich diese Forschungsergebnisse erhärten, könnte der Weg zu später ergrauendem Haar über Antioxidantien führen.

Auf welche Weise diese dem Körper dann zugeführt werden müssten, um sich fürs Haar stark zu machen? Die Beantwortung dieser Frage wäre noch einmal ein eigenes Forschungsfeld. Es kann jedoch nie schaden, sich gesund zu ernähren. Denn wenn der Verzehr von Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Obst und Gemüse auch das Ergrauen nicht verhindern kann, so sorgen die enthaltenen Vitamine, Mineralien und Pflanzenstoffe doch zumindest für glänzendes, geschmeidiges Haar.

junge frau entdeckt graue haare

Pixel-Shot/shutterstock.com

Graue Haare mit 40: Optische Täuschung?

Genau genommen werden unsere Haare übrigens gar nicht grau. Vielmehr verlieren sie mit dem Alter gänzlich ihre Farbpigmente. Die Melanozyten, jene Zellen, die eigentlich Melanin produzieren sollten, sterben ab. Stattdessen lagern sich Luftbläschen im Haar ein und es erscheint im Kontrast zu den noch pigmentierten Exemplaren auf dem Kopf grau. In Wirklichkeit ist das graue Haar gar nicht mehr pigmentiert, was sich spätestens dann zeigt, wenn die gesamte Haarpracht betroffen ist. Denn dann ist man nicht etwa ergraut, sondern schlohweiß.

Melanin ade

Warum die Melanozyten ihre Arbeit einstellen, war lange ein Rätsel. In Studien der University of Bradford in Großbritannien konnte ausgemacht werden, dass Wasserstoffperoxid dafür verantwortlich ist – jenes Bleichmittel, mit dem beim Friseur aus Dunkelhaarigen Blondinen gemacht werden. Mit zunehmendem Alter scheint dieser Stoff vermehrt auf natürliche Weise in unseren Haaren gebildet zu werden und die Produktion des Farbpigments Melanin zu verhindern. Weshalb unser Körper aber plötzlich selbst Bleichmittel herstellt, ist nach wie vor nicht geklärt. Und noch hat man auch noch keinen Weg gefunden, diesen Vorgang zu unterbinden.

Trés chic: Grey Chic ab 40

Der natürliche Veränderungsprozess lässt sich bislang also weder verhindern noch verlangsamen oder gar stoppen, wenn er einmal begonnen hat. Er gehört zum menschlichen Dasein. Möglicherweise hat es die Natur ja so eingerichtet, damit die Weisheit, die mit dem Alter kommt, auch von außen durch weißes Haar sichtbar ist? Das wäre doch mal ein positiver Zugang.

Apropos positiv: In jüngster Zeit beginnen immer mehr Frauen, die äußere Veränderung zu umarmen, anstatt sie zu bekämpfen. Hollywood-Stars wie Andie MacDowell oder Jodie Foster färben ihre grauen Mähnen nicht mehr, sondern feiern sie – ganz nach dem Motto: Wir (er)leben jetzt unser graues Wunder. Die bekannte Moderatorin Birgit Schrowange ist inzwischen sogar fast weiß. Der natürliche Look kommt an und setzt sogar Trends. Schon sind auf den Laufstegen und auf Instagram graue Haare zu sehen. Wer sie nicht von Alterswegen und Natur aus hat, färbt sie in „50 Shades of Grey“. Besonders hip: Granny Hair in Silver Blue.

chice frau ü40

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Graue Haare mit 40: Ein paar Pflegetipps

Damit die graue oder weiße Mähne auch ihre ganze Schönheit entfalten kann, braucht das alternde Haar besondere Pflege. Gegebenenfalls muss bei der Beautyroutine umgedacht und nachjustiert werden. Denn von einer Mähne sind die meisten Frauen über 50 weit entfernt. Durch den Östrogenmangel in den Wechseljahren wird das Haar vielmehr dünner und feiner und manchmal durch Haarausfall auch weniger. Viele stellen zudem fest, dass die Frisur plötzlich schwerer formbar ist. Denn die Talgdrüsen auf der Kopfhaut produzieren weniger Talg, das Haar wird trockener und störrischer. Hinzu kommt eine abnehmende Kollagenproduktion, die dafür sorgt, dass der Schopf müde und glanzlos wirkt.

Folgende Tipps und Tricks schaffen Abhilfe und lassen das Grau strahlen:

  • Die perfekte Pflege

Es gibt eine Reihe von Haarpflegeserien, die speziell auf die Bedürfnisse von grauem oder alterndem Haar abgestimmt sind. Ob Shampoo, Conditioner, Maske oder Stylingprodukt: Sie enthalten zum Beispiel bläuliche Farbpigmente gegen den Gelbstich oder aber kräftigende Wirkstoffe, wie Keratin, um brüchiges Haar wieder aufzubauen. Dafür verzichten sie auf Alkohol, der das Haar noch weiter austrocknen würde.

  • Das richtige Styling

Ob Wavy Bob oder Pixie: Um feiner werdendem Haar wieder Fülle zu geben, ist neben einem perfekten Schnitt vom Friseur auch das Styling mit Diffusor und speziellen volumengebenden Produkten wichtig. Stumpfes Haar lässt sich mit Glanzspray aufpeppen.

  • Der gute Übergang

Wer gefärbte Haare hat, kämpft oft mit einem harten Übergang zwischen gefärbten und nachwachsenden grauen Ansatz. Den Übergang zum Nicht-mehr-Färben können feine Strähnchen in der Naturhaarfarbe erleichtern. Wer dagegen bereits „Narurgrau“ ist, kann die Mähne durch eine Glanztönung zum Strahlen bringen.

  • Die beste Farbe

Wer trotz Trend kein relaxtes Verhältnis zum grauen Haar aufbauen kann, sollte das Färben am besten den Fachleuten überlassen. Der Friseur oder die Friseurin wird je nach Grauanteil die passende Intensivtönung oder Färbung auswählen, um alles zuverlässig abzudecken.

Fazit: Silber ist Gold

Graue Haare sind in jedem Fall kein Grund, sich graue Haare wachsen zu lassen. Im Gegenteil: Silber, mit Selbstbewusstsein getragen, ist Gold wert!

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