Donnerstag, 6 Oktober 2022

Rasierseife selber machen: DIY-Anleitung und Tipps

by AdminGlowingMag
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Wer gerne eine glatte Haut, welche frei von jeglicher Behaarung ist, bevorzugt, muss dafür fast täglich zum Rasierer greifen. Da bei einer Rasur die Haut einer besonders starken Beanspruchung ausgesetzt ist, ist es wichtig, diese während und nach der Rasur ausreichend zu pflegen. Dies dient zum einen zur Prävention von Verletzungen, aber auch zur Beruhigung der Haut.

Hierfür bieten viele Drogerien ein breites Sortiment an unterschiedlichen Artikeln an. Wer jedoch lieber auf natürliche Produkte zurückgreifen möchte, hat es leider etwas schwerer bei der Auswahl oder muss nicht selten tief in den Geldbeutel greifen. Dabei lässt sich eine Rasierseife auch einfach selber herstellen.

Rasierseife selber machen: Was sind die Vorteile?

Rasierschaum ist mittlerweile integraler Bestandteil des Rasiervorgangs geworden. Davor gehörte zur Rasur jedoch eine Rasierseife. Der Einsatz von dieser ist jedoch mit der Zeit immer mehr in Vergessenheit geraten. Doch was ist eine Rasierseife eigentlich und welche Vorteile besitzt diese? Eine selbst hergestellte Rasierseife schont die Haut besonders gut und das bereits während des Rasiervorgangs. Vor allem bei selbst hergestellten Seifen können die Zutaten gezielt nach dem persönlichen Hauttyp ausgewählt werden. Das ist deshalb wichtig, weil jeder Mensch einen völlig anderen Hauttyp besitzt.

Die Rasierseife hilft dabei, die Haut während des Rasierens zu schonen und Reizungen sowie Verletzungen präventiv im Vorfeld zu vermeiden. Die Zutaten können nach persönlichen Hauttyp, Geruchseigenschaften und Schaumeigenschaft ausgewählt werden. Somit entsteht ein persönliches Produkt, welches perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ein weiterer großer Vorteil an selber hergestellten Seifen ist der natürlich vorkommende Glyceringehalt. Glycerin besitzt feuchtigkeitsspendende und pflegende Eigenschaften, die besonders für leicht reizbare Hauttypen empfohlen werden. Zudem weicht es die zu entfernenden Haare auf und macht den Rasiervorgang somit deutlich angenehmer.

Welche Inhaltsstoffe sollten enthalten sein?

Zunächst gilt es, die richtigen Inhaltsstoffe auszuwählen. Diese werden in zwei Kategorien aufgeteilt. Zum einen die Schaumeigenschaften und zum anderen die Überfettungseigenschaften.

Die Schaumeigenschaft

Besonders wichtig bei einer Rasierseife ist, dass diese ordentlich schäumt. Dies dient dazu, dass die Klingen des Rasierers besser über die Haut gleiten und somit unschöne Verletzungen und Schnitte vermieden werden. Hierfür sind schaumbildende Öle als Grundlage nötig. Perfekt geeignete Öle, welche für eine hervorragende Schaumbildung sorgen, sind Kokos- Avocado- und Babassuöl. Diese sollten am besten mit Rizinusöl kombiniert werden, welches dem Schaum eine stabile Eigenschaft verleiht.

Die Überfettungseigenschaft für selbstgemachte Rasierseife

Neben der Schaumeigenschaft einer Rasierseife ist vor allem die Überfettung besonders wichtig. Denn genau diese Überfettung ist primär dazu da, die Haut nicht nur während, sondern auch nach der Rasur zu schützen und Irritationen dieser zu vermeiden. Deshalb sollte bei der Herstellung der Rasierseife eine Unterfettung konsequent vermieden werden. Die Überfettung wird durch die Zugabe von Natriumhydroxid (NaOH) erreicht.

rasierseife

Shaiith/shutterstock.com

Menschen mit besonders sensibler Haut sollten bei der Rasur sehr vorsichtig vorgehen, da dieser Vorgang zu unschönen Rasurpickeln und einem unangenehmen Spannungsgefühl der Haut führen kann. Wer ein sensibles Hautbild besitzt, sollte also dafür sorgen, dass die selbst hergestellte Rasierseife eine besonders hohe Überfettungseigenschaft besitzt. Der durchschnittliche Überfettungsgrad liegt bei 4 bis 7 %. Ab 4 % erreicht die Seife also eine Überfettung. Menschen mit sensiblem Hauttyp sollten also auf einen Überfettungsgrad von 6 bis 7 % zurückgreifen.

DIY-Rasierseifen für sensible Hauttypen

Neben dem hohen Überfettungsgrad sollten Menschen mit empfindlicher Haut neben den bereits genannten Zutaten noch einige extra Ingredienzien hinzufügen. Dazu zählen beispielsweise Sheabutter, welche die Haut zusätzlich während und nach der Rasur pflegt. Aber auch ätherisches Lavendelöl zur Beruhigung der Haut sowie Tonerde oder Kaolin, welches für ein extra angenehmes Gleiten der Rasierklinge sorgt.

Nicht nur Lavendelöl sondern generell Kräuter mit entzündungshemmenden Eigenschaften sind als Zugabe empfehlenswert und das nicht nur für sensible Hauttypen. So kann beispielsweise auch Kamille, Salbei, aber auch ätherisches Rosmarinöl als Beigabe Verwendung finden. Sollten Kräuter als Bestandteil der Seife genutzt werden, empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen, diese nicht im gemahlenen Zustand zu benutzen. Hier kann alternativ ein Teeaufguss gebrüht werden, welcher anschließend erkaltet mit der Lauge angerührt wird. Für einen angenehmen Geruch eignen sich zudem diverse Zitrusöle.

Rasierseife selber machen: Das Herstellungsverfahren

Bevor die Herstellung der eigenen Rasierseife erfolgt, sollten auf jeden Fall einige Sicherheitshinweise beachtet werden. Da hier mit Natriumhydroxid (NaOH), also gefährlichem Ätznatron gearbeitet wird, gilt es sich im Vorfeld eingehend über die Verarbeitung dieser Zutat zu informieren. Nachdem alle Zutaten entsprechend angerührt wurden, kann die Masse im Anschluss entweder in eine passende Form oder in ein anderweitig passendes Gefäß zur Aufbewahrung eingefüllt werden. Dabei sollte nur beachtet werden, dass die Seife nach der Verwendung wieder etwas Zeit benötigt, um zu trocknen.

Fazit

Wer mit der Herstellung von Seifen vertraut ist, kann verschiedene Rezepte aus dem Internet problemlos ausprobieren. Allen anderen wird dringend empfohlen, sich ausgiebig zu informieren oder sich externe Hilfe zu besorgen! Das Thema Seifensieden kann für Anfänger äußerst komplex sein und schnell zu einer großen Herausforderung werden. Grundlegend empfiehlt es sich jedoch, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Denn seine eigene Rasierseife herzustellen ist nicht nur ökologischer, sondern kann auch deutlich gesünder sein, als auf Industrieprodukte zurückzugreifen. .

Zusätzlich lässt sich ein Produkt ganz nach den persönlichen Vorlieben erstellen. Hier gilt es auszuprobieren, was am besten funktioniert. Nicht nur die Rasiereigenschaften lassen sich anhand der Zutaten variieren, auch der Geruch sowie die Farben lassen sich mit vielen natürlichen und pflanzlichen Zutaten anpassen.

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