Sonntag, 14 April 2024

Apfelmus zu flüssig: Was kann man dagegen tun?

by AdminGlowingMag
Adao/shutterstock.com

Immer wieder berichten uns Menschen, dass ihr Apfelmus zu flüssig ist. Wichtig zu wissen: Apfelmus ist eigentlich eine Flüssigkeit. Dennoch wünschen wir uns von ihm eine breiige Konsistenz, denn schließlich wollen wir ihn nicht trinken, sondern löffeln.

Warum wird der Apfelmus zu flüssig?

Die wichtigste Ursache für einen zu dünnen Apfelmus ist ein suboptimales Apfel-Wasser-Verhältnis beim Einkochen. Eine Faustregel lautet: Beim Einkochen kommt in den Topf gerade so viel Wasser, dass die Apfelstückchen damit knapp bedeckt sind. Bei der Herstellung von Apfelmus können die Äpfel geschält oder auch ungeschält sein. In die Mischung kommen noch Gewürze wie Zimt und sehr wenig Zucker oder Süßstoff. Die Äpfel müssen weichgekocht werden, dann erfolgt das Pürieren zu einer Mischung, die aufgrund der Ballaststoffe im Apfel eine dicke Konsistenz hat.

Bei zu viel Wasser trennt sich dieses von den Apfelfasern. Dann wird der Apfelmus zu flüssig. Weitere Ursachen für diesen Vorgang finden sich im Alter und in der Sorte der Äpfel. Ältere Äpfel und manche Sorten neigen dazu, auch nach dem korrekten Einkochen einen zu dünnen Apfelmus zu bilden.

Apfelmus wieder verdicken

Es gibt verschiedene Methoden, um den Apfelmus wieder dicker werden zu lassen. Grundsätzlich lässt sich das überschüssige Wasser auskochen, doch auch das Andicken mit Stärke oder Mehl ist eine Option. Vorab ist zu entscheiden, wie dick der Apfelmus sein soll. Wenn er nur ein wenig zu dünn ist, wäre das Reduzieren die einfachste Methode, mit der sich jede Flüssigkeit eindicken lässt. Sie funktioniert gerade bei strukturierten Flüssigkeiten wie Apfelmus besonders gut, benötigt aber eine gewisse Zeit. Idealerweise dampft das überschüssige Wasser bei mittlerer Hitze aus. Der Apfelmus darf dabei höchstens ganz leicht köcheln, jedoch niemals richtig aufkochen, denn das würde seinen Geschmack verändern.

apfelmus verdicken

Moving Moment/shutterstock.com

Wenn er sehr dünn ist, empfiehlt sich das Zugeben von Stärke, die als natürliches Verdickungsmittel die Flüssigkeit verfestigt. Geeignete Stärken sind beispielsweise Maisstärke und Pfeilwurzpulver. Die einzelnen Stärken unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Verdickungsfähigkeit. Am effizientesten wirkt Maisstärke, weshalb sie nur behutsam eingesetzt werden sollte. Das funktioniert durch Unterrühren unter den heißen bis leicht köchelnden Apfelmus. Dieser verliert dabei gleichzeitig Wasser und wird fester. Auch Mehl (Weizen- oder Roggenmehl) kann den Apfelmus verdicken.

Wenn aber eine Person im Haushalt von einer Glutenunverträglichkeit betroffen ist, wäre dies keine gute Variante. Ansonsten ist Mehl eine gute Wahl, weil es jedermann im Haus hat. Es kann als Mehlschwitze dem Apfelmus zugegeben werden. Hierfür wird es bei schwacher Hitze unter etwas Butter gerührt. Die leicht braune Schwitze kommt dann in den flüssigen Apfelmus, in den sie gründlich einzurühren ist.

Zugabe von noch mehr Äpfeln

Die natürlichste, aber gleichzeitig zeitaufwendigste Methode der Verdickung ist die Zugabe von noch mehr Äpfeln. Diese sollten ihrerseits zuvor leicht angekocht und püriert werden, wobei sie sehr dick bleiben müssen. Dann kommen sie in den dünnen Apfelmus, der damit die gewünschte Konsistenz erreicht.

Rezept für das Zugeben von Maisstärke

Die Zugabe von Maisstärke ist eine Methode, für die sich viele Menschen entscheiden. Das liegt daran, dass Maisstärke geschmacklich relativ neutral bleibt und sehr effizient den Apfelmus verdickt. Das folgende Rezept geht von einer bestimmten Menge Apfelmus aus, der verdickt werden soll. Die Mengen der Maisstärke und des Wassers passen dazu.

zubereitung von apfelmus

Atita/shutterstock.com

Zutaten

  • 2 Tassen Apfelmus
  • 1,5 – 3 Esslöffel Maisstärke
  • 1,5 – 3 Esslöffel Wasser

Ausrüstung

  • mittelgroßer Kochtopf
  • Schüssel
  • Schneebesen

Schritt #1: Apfelmus leicht erhitzen

Der Apfelmus kommt in den Topf, dieser bei schwacher Hitze auf den Herd.

Schritt #2: Aufschlämmung

Das Maismehl wird ins Wasser eingerührt (aufgeschlämmt). Mit dem Schneebesen ist so lange zu quirlen, bis sich eine glatte Paste gebildet hat.

Schritt #3: Apfelmus andicken

Der glatte Maisbrei kommt in den heißen Apfelmuss. Mit dem Schneebesen ist er vollständig einzurühren, bis sich Mais und Äpfel vollständig vermischt haben. Die Mischung kann ganz leicht köcheln.

Schritt #4: Abkühlung

Der dickere Apfelmus kann nun natürlich auskühlen.

Tipp: Der Apfelmus kann auch zuvor durch ein sauberes Tuch über einem feinmaschigen Sieb gegeben werden. Bei diesem sogenannten Passieren verliert er ebenfalls Wasser.


Apfelmus zu flüssig? Unser Fazit

Zu dünner Apfelmus lässt sich mit verschiedenen Methoden wieder eindicken. Idealerweise kommt es aber gar nicht so weit, denn diese Methoden kosten eine gewisse Zeit + Aufwand.

Ähnliche Beiträge

glowing-mag.de ist ein Ratgeber-Magazin für Frauen mit unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Fashion, Food, Beauty, Reisen, Familie & mehr. Wir bemühen uns stets aktuelle Beiträge zu verfassen und freuen uns über Support. Werde jetzt Teil unserer Community!

@2021 – glowing-mag.de. All Right Reserved.