Sonntag, 14 April 2024

Raufaser tapezieren: So kommt der Klassiker mühelos an die Wand

by AdminGlowingMag
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Die Raufaser galt lange Zeit als die Basis der Wandgestaltung schlechthin. In den vergangenen Jahren haben zwar Vliestapeten und gemusterte Papierbahnen an Beliebtheit gewonnen, die gute alte Raufaser ist dennoch ein wichtiger Bestandteil der Raumgestaltung.

Raufaser ist im eigentlichen Sinne keine Tapete, da sie nach dem Verkleben zusätzlich gestrichen werden muss. Ihre Papierschichten, die mit Holzfasern versetzt sind, sind ohne Farbe kein ansprechender Anblick. Einmal verklebt, lässt sie sich mehrfach überstreichen. Zum Verkleben wird ein Spezialkleister benötigt. Vor dem Verkleben sollten alle alten Tapeten und Farbreste von der Wand entfernt werden. Raufaser auf Raufaser tapezieren ist zwar möglich, allerdings nicht empfehlenswert, da das Ergebnis ganz anders ausfallen kann als gedacht.

Aufgabe des Kleisters

Kleister ist für verschiedene Tapetenarten erhältlich und seine Zusammensetzung ist auf die Ansprüche der Tapete zugeschnitten. Die maximale Klebkraft wird auf einem geeigneten Untergrund erzielt. Optimal ist ein glatter und trockener Untergrund mit einer geringen Saugfähigkeit. Die alte Tapete sollte daher immer entfernt werden. Ein Tapetenlöser erleichtert das Entfernen alter Schichten. Häufig muss jedoch mit einem Spachtel nachgeholfen werden und das führt nicht selten zu Furchen und Löchern.

Bevor die neue Tapete verklebt werden kann, müssen alle Risse und Unebenheiten mit einer Spachtelmasse geglättet werden. Je sorgfältiger dabei gearbeitet wird, desto besser. Jede Unebenheit ist später durch die Tapete sichtbar. Eine anschließende Grundierung reguliert die Saugfähigkeit des Untergrundes und unterstützt ein optimales Abbinden des Kleisters.

Tapeten sind mehr als Dekoration

Die Wandgestaltung hat großen Einfluss auf das Raumklima. Dabei ist nicht nur die Farbe gemeint, die für die gewünschte Atmosphäre sorgt. Eine atmungsaktive Tapete in Verbindung mit einer geeigneten Farbe sorgt für ein angenehmes Klima, da die Luftfeuchtigkeit reguliert werden kann. Eine beschichtetet Tapete bildet eine Barriere und hält die Luftfeuchtigkeit im Raum. Abwischbare Oberflächen sind ein Hinweis darauf, dass der Feuchtigkeitsaustausch über die Wände nur im geringen Maße erfolgen kann.

Der gleiche Effekt tritt ein, wenn zu viele Tapetenschichten übereinander geklebt werden oder eine Raufaser zu oft überstrichen wurde. Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit besteht immer die Gefahr von Schimmelbildung. Die Sporen des Schimmelpilzes gehen in die Atemluft über und können die Gesundheit beeinflussen. Daher sollte eine Raufaser höchsten viermal überstrichen und dann entfernt werden.

Alte Tapeten überkleben

Wer sich entscheidet, eine herkömmliche Raufaser zu überkleben, sollte den Untergrund zunächst sorgfältig prüfen. Stockflecken oder feuchte Stellen an der Wand sollten nie übertapeziert, sondern zunächst mit einem entsprechenden Produkt vorbehandelt werden. In diesem Schritt sollte die alte Tapete entfernt werden, damit sichtbar ist, ob das Mauerwerk betroffen ist. Die größte Gefahr beim Überkleben ist, dass der Kleister die alten Tapeten durchweicht und sich die Bahnen von der Wand lösen. Um dies zu vermeiden, kann der Kleister dicker als empfohlen angerührt werden.

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