Donnerstag, 9 Februar 2023

Wie lange dauert es bis der HB-Wert wieder steigt?

by AdminGlowingMag
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Die Bezeichnung steht für die Konzentration von Hämoglobin im Blut.  Rote Blutkörperchen bestehen zu etwa 90 Prozent aus diesem Proteinkomplex. Seine Eisenmoleküle binden Sauerstoff in der Lunge, transportieren diesen durch den Blutkreislauf und geben ihn an die Körperzellen ab. Er ist auch für die rote Farbe des Blutes verantwortlich. Ein zu niedriger HB-Wert wird auch als Anämie bezeichnet. Er führt zu einer ungenügenden Sauerstoffversorgung des Körpers.  Seltener ist die Hämoglobinkonzentration zu hoch und erhöht damit das Risiko für Infarkte und Thrombosen.

HB-Wert steigern: Wann wird der Wert im Blut untersucht?

Als Bestandteil des kleinen und großen Blutbilds ist die Messung des Hämoglobingehalts eine häufig durchgeführte Routineuntersuchung. Bei Verdacht auf eine Störung der Blutbildung wird der HB-Wert ebenfalls überprüft. Typische Symptome einer Anämie sind Müdigkeit, Blässe, Schwindel und Kopfschmerzen, bei Eisenmangel zusätzlich eingerissene Mundwinkel. Der HB-Wert ist für sich allein nicht ausreichend, um eine Verdachtsdiagnose zu bestätigen. Hierfür werden zusätzliche Laborwerte benötigt.

Welcher HB-Wert gilt als normal?

Der Normbereich ist abhängig von Alter und Geschlecht.

  • Frauen: 12 – 16 g/dl (Schwangere 11 – 16 g/dl)
  • Männer: 14 – 18 g/dl
  • Kinder ab 6 Jahren: 10 – 15,5 g/dl
  • Kinder ab 6 Monaten bis 6 Jahre: 9,5 – 14 g/dl

Neugeborene und junge Säuglinge haben höhere Normwerte für Hämoglobin.  Bei Senioren kann altersbedingt die Konzentration etwas unterhalb des Normbereichs für Erwachsene liegen.

Wie kommt es zu einem Mangel an Hämoglobin?

Durch Probleme bei der Blutbildung kann die Hämoglobinkonzentration zu niedrig sein. Ursache ist oft ein Nährstoffmangel, insbesondere durch fehlendes Eisen, aber auch Folsäure und Vitamin B12. Erbkrankheiten wie die Sichelzellanämie oder Thalassämie führen zu einer fehlerhaften Bildung der roten Blutkörperchen mit einem niedrigen Hämoglobingehalt. Bei Nierenerkrankungen kann der HB-Wert ebenfalls sinken. In den Nieren wird das Hormon Erythropoetin hergestellt, das die Bildung roter Blutkörperchen beeinflusst.

Hämoglobin test

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Auch Blutverlust kann zu einem niedrigen Hämoglobingehalt führen. Ursächlich können akute, starke Blutungen sein, beispielsweise durch Verletzungen. Die Hämoglobinkonzentration sinkt aber erst nach einiger Zeit ab und ist deshalb nicht aussagekräftig, um das Ausmaß des Blutverlustes einzuschätzen. Langanhaltende unbemerkte Blutverluste, zum Beispiel bei Darmtumoren, führen ebenfalls zu einer Reduzierung von Hämoglobin.

Wie erreicht man die Normalisierung eines zu niedrigen HB-Werts?

Die Behandlung hängt von der Höhe der Hämoglobinkonzentration im Blut ab und der zugrundeliegenden Ursache. Es ist sinnvoll, alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.  Sollte für den niedrigen Hämoglobingehalt ein Nährstoffmangel in der Ernährung verantwortlich sein, hilft langfristig die richtige Lebensmittelauswahl: Eisen ist der Hauptbestandteil des roten Blutfarbstoffs. Es wird in Kombination mit Vitamin C, beispielsweise in Obst und Gemüse, besser aufgenommen. Einige Getränke, wie Kaffee, schwarzer Tee und Milch, hemmen dagegen die Eisenaufnahme. Sie sollten bei einem Mangel nicht zu Mahlzeiten getrunken werden.

Lebensmittel mit einem hohen Eisengehalt sind unter anderem Leber, Fleisch, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Samen. Folsäure ist ein B-Vitamin, das zur Bildung roter Blutkörperchen benötigt wird. Dieses kommt in vielen verschiedenen Lebensmitteln vor, insbesondere in grünem Blattgemüse. Es ist wasserlöslich, licht- und hitzeempfindlich. Frische Rohkost ist daher von Vorteil für eine ausreichende Folsäureversorgung. Vitamin B 12 ist in ausreichender Menge nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden. Es ist für die Blutbildung und die Nervenfunktion unerlässlich. Veganer sollten das lebenswichtige Vitamin als Nahrungsergänzung einnehmen.

Wie lange dauert es bis der HB-Wert wieder steigt?

Bei erfolgreicher Behandlung sollte circa eine Woche nach Beginn ein Anstieg der Hämoglobinkonzentration messbar sein. Nach vier Wochen gilt eine Erhöhung des HB-Werts um 2 g/dl als grober Richtwert zur Therapiekontrolle. Bis zum Erreichen der Normwerte kann es unterschiedlich lange dauern, je nach Ursache und Therapiemöglichkeiten des Hämoglobinmangels.

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