Donnerstag, 9 Februar 2023

Hot or not: Was wurde aus dem Vorläufer von Tinder?

by AdminGlowingMag
Kaspars Grinvalds/shutterstock.com

Im 21. Jahrhundert begeben sich viele online auf Partnersuche. Der Markt boomt, es kommen jährlich mehrere Singlebörsen hinzu. Unter den Partnerbörsen gab es allerdings einen Vorreiter: hotornot.com. Lange Zeit galt die Seite als erster Anlaufpunkt für Singles. Daher lohnt es sich, zu schauen, was aus dem einstigen Marktführer wurde, was hinter dem System steckte und welche Alternative es heute gibt.

Was steckte hinter der Seite Hot or not?

Hinter der Seite hotornot.com verbarg sich ein Fotoportal. Nutzer konnten sich registrieren und ihre Fotos hochladen. Diese konnten dann von anderen Benutzern bewertet und kommentiert werden. Dabei war die Bedienung denkbar einfach und ähnelte stark der heutigen „swipe“-Funktion bei Tinder und Co. Gefiel ein Bild, konnte es positiv bewertet („geliked“) werden und man konnte Kontakt mit dem jeweiligen Nutzer aufnehmen. Außerdem hatten die Nutzer die Möglichkeit, mit dem Nutzer via Button ein Date zu vereinbaren.

Wer hat die Plattform erfunden?

Der Beginn von hotornot.com geht weit in die Anfänge des Internets zurück. Bereits im Oktober 2000 ging das Portal online. Entwickelt wurde das Projekt von den beiden Collegefreunden Jim Young und James Hong. Beide studierten gemeinsam an der Universität von Kalifornien und arbeiteten im Anschluss im Silikon Valley, dem damaligen Zentrum der IT-Technologie. Young und Hong wollten gemeinsam eine Plattform entwickeln, die sich mehr an jüngere Nutzer richten sollte. Denn zum damaligen Zeitpunkt existierten bereits zahlreiche Partnerbörsen. Diese waren aber meist für ein älteres Publikum konzipiert und auf das Finden einer ernsthaften Beziehung ausgelegt.

Die beiden IT-Entwickler wollten daher eher das jüngere Publikum begeistern und sowohl Männern als auch Frauen zu schnellen und unkomplizierten Flirts verhelfen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits eine Woche nach Schaltung des Portals wurde eine tägliche Nutzung von bis zu zwei Millionen Klicks registriert.

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New Africa/shutterstock.com

Darum war hot or not so angesagt

Die Website hotornot.com war aus mehreren Gründen zur damaligen Zeit ein voller Erfolg. Zum einen konnte das Portal mit einem kurzweiligen Freizeitspaß punkten. Auf keiner anderen Website konnte man so einfach und schnell mehrere Profile besuchen. Des Weiteren waren die Funktionen für damalige Verhältnisse bereits sehr ausgeklügelt. So war nicht nur das Benutzerinterface minimalistisch und einfach bedienbar, das Portal verknüpfte die Bewertungsfunktion auch gleich mit der Möglichkeit ein Date zu ergattern. Diese Innovationen sorgten für große Begeisterung, gerade bei jungen Benutzern. Es war zudem die erste Partnerbörse, bei der keine langen Beschreibungstexte notwendig waren. Wer mitmachen wollte, brauchte einzig einen Account und ein Foto.

Was passierte mit der Plattform?

Das Singleportal sorgte für einen gewaltigen Fortschritt in der Entwicklung der sozialen Netzwerke. Dabei war den beiden Erfindern vermutlich gar nicht bewusst, was genau sie dort erschaffen hatten. Auf jeden Fall waren sie von der großen Resonanz der Seite ebenfalls überrascht. Vermutlich kam dem Erfolg jedoch zugute, dass ähnliche Netzwerke wie Tinder oder Facebook zum damaligen Zeitpunkt noch unbekannt waren. Im Dezember sprachen Hong und Yong noch davon, eventuell mit der damals „frischen“ Plattform YouTube zusammen arbeiten zu wollen.

Zur Realisierung des Projektes kam es allerdings nicht, die Homepage wurde 2008 für insgesamt 20 Millionen Dollar verkauft. Der damalige Käufer war die Bumble Inc., der heute das Portal Badoo gehört. Mittlerweile ist die Website hotornot.com mit der App „chat&date“ verknüpft. Diese Website gehört ebenfalls der Firma Bumble.

Das sind die besten Alternativen zu Hot or not

Selbstverständlich war mit dem Verkauf von hotornot.com nicht Schluss. Die Branche nahm gerade erst an Fahrt auf und kann heute vielfältige Möglichkeiten vorweisen. Allerdings sind diese nicht mehr auf klassischen Websites zu finden. Alle Alternativen nutzen heute vermehrt die Möglichkeit von Apps. Wir zeigen dir die besten Alternativen zu hot or not.

Tinder

Bei dem Portal dürfte es sich wohl um die bekannteste Website handeln. Seit mehr als 10 Jahren ist die Singlebörse mittlerweile am Markt aktiv und verfügt über mehrere Millionen Profile. Die Benutzung ist einfach. Nach der Anmeldung zeigt Tinder verschiedene Fotos an. Wenn ein Foto gefällt, wird das Foto „geliked“. Wer ein Handy oder Tablet nutzt, kann das „swipen“ nutzen. Bei dieser Funktion wird das Foto durch einen Wisch nach rechts oder links bewertet. Rechts ist ein positives Feedback, links ein negatives. Das positive Feedback wird dem Inhaber des Fotos übermittelt, vergibt dieser auch ein Like, hat man ein „Match“. Erst dann kann gechattet werden. Dabei kann man nur bedingt beeinflussen, welche Personen Tinder vorschlägt. Einzig eine Vorauswahl nach Alter, Geschlecht und Entfernung zum jeweiligen Standort ist gestattet.

Badoo

Auch die Plattform Badoo gehört zur Bumble Inc. Bei diesem Onlineportal wird man das „swipen“ allerdings vermissen. Den hier werden keine potenziellen Kontakte seitens der Plattform vorgeschlagen. Stattdessen sieht man auf einer Karte, welche Nutzer in der näheren Umgebung aktiv auf der Suche sind. Wer sich gegenseitig sympathisch findet, kann miteinander chatten. Die Chatfunktion ist jedoch nicht vom „Match“ abhängig, auch ohne kann man den jeweiligen Benutzer anschreiben.

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Bumble

Bumble ist in Sachen Online-Dating ein wahrer Marktriese. Neben den Plattformen Badoo und chat&date hat das Unternehmen aber auch eine namenseigene Partnerbörse. Bei Bumble kommen Frauen in den Genuss der Entscheidung. Alle Fotos werden im „Swipe-Verfahren“ präsentiert und die Nutzer können Fotos bewerten. Kommt es dabei zu einem Match, kann die Frau entscheiden, ob sie den Benutzer anschreibt. Dafür hat sie 24 Stunden Zeit, bevor das Match verfällt.

Lovoo

Die Plattform Lovoo richtet sich ähnlich wie hotornot.com bewusst an die jüngere Generation. Auch hier wird viel Wert auf das „swipen“ gelegt. Kommt es dabei zum Match, können beide Benutzer miteinander chatten. Allerdings verwendet Lovoo auch eine Kartenfunktion, die es ermöglich Nutzer ohne vorheriges Match anzuschreiben.

Once

Once ist für Nutzer, die es bei der Suche eher gemütlich angehen lassen wollen. Hier erhält man nur einen Vorschlag in 24 Stunden. Das Programm sucht dabei potenzielle Kandidaten nach den festgelegten Kriterien des Nutzers aus. Nach dem man einen Vorschlag erhalten hat, kann man entweder ein Herz vergeben oder den Kandidaten mit einem Kreuz ablehnen. Kommt es bei beiden Nutzern zu einem Match, kann fleißig losgetextet werden.

Blindmate

Die Partnerbörse, bei der man seinem Freundeskreis vertrauen sollte. Hier erstellen die Freunde des Nutzers ein Profil und entscheiden über etwaige Partner. Auch die ersten Nachrichten werden erst mit dem Freundeskreis des Nutzers ausgetauscht. Das jeweilige Profil erscheint erst nach Freigabe durch die jeweiligen Freunde.

Only Date

Vom Prinzip funktioniert Only Date ähnlich wie Tinder. Mithilfe des „swipens“ werden potenzielle Kandidaten ausgewählt. Bei Only Date gibt es jedoch einen gewaltigen Unterschied. Hier kann maximal nur ein Match aktiv sein. Die Partnersuche beschränkt sich also jeweils auf einen Kandidaten. Stellt man nach dem gegenseitigen Like fest, dass es sich doch nicht um einen geeigneten Kandidaten handelt, muss das Match aufgelöst werden, bevor es in die nächste Runde geht.

ShakeDate

Bei ShakeDate sorgt nicht nur die Schüttelfunktion für Abwechslung. Anstatt des „swipens“ wird hier der nächste Kandidat „erschüttelt“. Außerdem kommt es hierbei nicht nur zu einem normalen Date, sondern zu einem Doppeldate. Man verabredet sich also mit einer Gruppe von insgesamt drei Leuten. Wem die vorgeschlagene Gruppe nicht gefällt, schüttelt so lange weiter, bis die passende dabei ist.

Hot or not? Unser Fazit

Wer heute auf der Suche nach neuen Bekanntschaften ist, wird immer öfter Partnerbörsen in Anspruch nehmen. Dabei ist es interessant zu wissen, dass alle einen Vorläufer hatten. Das Prinzip ist dabei gleichgeblieben. Der erste Eindruck zählt, daher gilt es sich auf dem Foto von der besten Seite zu zeigen.

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