Vegan backen: Saftiger Kokoskuchen mit Apfelmus

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Vegane Ernährung ist eigentlich super simpel: Man reduziert sich auf gesunde und natürliche Lebensmittel, die dem Körper gut tun und wichtige Nährstoffe enthalten. Doch wie sieht es mit Backen aus? Kuchen ohne Ei, ohne Butter, ohne Milch? Kann das wirklich schmecken? Meine ersten Versuche liegen noch nicht lange zurück und trotzdem habe ich mit diesem köstlichen Kokoskuchen bereits ein Rezept gefunden, das mich nicht nur geschmacklich überzeugen konnte, sondern das auch Nicht-Veganern schmeckt. Denn: Von ihm würde keiner annehmen, dass es auf rein pflanzlicher Basis besteht.

Ehrlich gesagt habe ich bei den Verköstigten nicht einmal erwähnt, dass der Kuchen vegan war – gebacken wurde er nämlich für ein Kuchenbuffet. Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen vegane Speisen eher mit Skepsis betrachten und sie besonders kritisch unter die Lupe nehmen, das wollte ich in diesem Fall vermeiden. Und tatsächlich hat den Leuten mein Kuchen genauso gut geschmeckt wie alle anderen auch – definitiv ein Erfolg. Das Rezept ist schnell gemacht, sehr simpel und trotzdem ausgesprochen lecker.

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Persönlich esse ich seit kurzem High Carb Low Fat vegan, also ohne viel Fett, deshalb ist so ein Kuchen eher eine Ausnahme für mich. Doch völlig auf den „Spaß“ beim Essen verzichten möchte wohl niemand, deshalb finde ich ein paar kleine Leckereien von Zeit zu Zeit völlig in Ordnung. Und dafür ist dieser Kokoskuchen mit doppelter Kokospower, nämlich in Form von Kokosraspeln und Kokosmilch, genau das Richtige.

Ich bin ein großer Fan von Kokosnuss und Kokosmilch, doch vor allem Letztere habe ich bisher immer in herzhaften Gerichten verwendet wie Currys oder thailändischen Gemüsepfannen. Tatsächlich eignet sie sich aber auch, wie in diesem Fall, hervorragend zum Backen. Dem Teig gibt die Kokosmilch nicht nur die richtige Konsistenz, sondern auch einen tollen Geschmack und durch den Sirup aus Kokosmilch und Zucker wird der Kuchen herrlich saftig.

Das Rezept für den Kokoskuchen kenne ich schon länger, bisher habe ich es allerdings noch nie in dieser veganen Version gebacken. Dafür habe ich einfach die Butter durch Margarine und das benötigte Ei durch Apfelmus ersetzt. Das Ergebnis? Super lecker! Aber überzeugt euch selbst!

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Zutaten

150 g Margarine
150 g Zucker
250 g Apfelmus
250 g Mehl
2TL Backpulver
1 Prise Salz
50 g Kokosraspeln oder -flocken & ein bisschen zum Bestreuen
200 ml Kokosmilch
für den Sirup: 100 ml Kokosmilch, 40 g Zucker

Zubereitung

  1. Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.
  2. Margarine und Zucker mit der Küchenmaschine gut verrühren.
  3. Apfelmus zugeben.
  4. Nach und nach Mehl, Backpulver, Salz und Kokosraspeln zugeben und alles gut vermengen. Zwischendurch immer wieder einen Schluck Kokosmilch zugeben, bis alle Zutaten einen homogenen Teig ergeben.
  5. Den Teig in eine runde Silkonform oder eine gefettete Springform geben und etwa 45 Minuten backen lassen.
  6. In der Zwischenzeit den Sirup herstellen: Die restliche Kokosmilch erhitzen und den Zucker einrühren. Solange kochen lassen, bis die Konsistenz etwas dicker und sirupartig geworden ist.
  7. Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und dann mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den Sirup gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und abschließend mit Kokos bedecken. Wenn der Kuchen erst für den nächsten Tag ist, die Streußel am besten erst kurz vor dem Anschneiden über den Kuchen streuen.

Habt ihr denn noch andere Backrezepte, die auch vegan funktionieren? Auf meinem Blog findet ihr momentan noch vegane Bean-Brownies (die übrigens auch mit pürierter roter Beete sehr lecker werden), doch abgesehen davon bin ich noch am Anfang meiner veganen Back-Karriere und würde mich sehr über erprobte Empfehlungen eurerseits freuen! 🙂

 

 

22 Kommentare

    • Der Kuchen ist super lecker und simpel herzustellen. Ich hab ihn schon mehrfach gebacken und er kommt immer wieder gut an ( auch bei Nicht-Veganern). Daher ein großes Lob für die Erfindung dieses genialen Rezepts.
      Liebe Grüße
      Julia

  1. Der Kuchen sieht unwahrscheinlich saftig und lecker aus und ich gebe Vreni Recht, die Fotos sind fantastisch!
    Liebe Grüße
    Jenny

  2. Der Kuchen sieht schön saftig aus, aber gleichzeitig sieht die Konsistenz auch sehr interessant aus.
    Ist der denn auch fluffig?
    Bis jetzt habe ich veganen Kuchen zwar auch gemocht, aber man konnte es erkennen, dass es schon anders war, weil die teils auch überhaupt nicht luftig waren. Ist halt was anderes 🙂

    LootieLoo’s plastic world

    • Ich fand die Konsistenz sehr gut, muss ich sagen. Persönlich habe ich keinen Unterschied zu einem nicht-veganen Kuchen festgestellt. Durch den Sirup ist er aber natürlich eher saftig als fluffig.

    • Das freut mich sehr. 🙂 Probier es einfach beim nächsten Backen mal aus, es ist wirklich super easy!

  3. Der Kuchen sieht super lecker und sehr saftig aus!
    Bislang habe ich mich noch nicht an vegane Backrezepte herangetraut – aber jetzt muss ich dann doch mal loslegen!
    Danke für die Inspiration!
    Liebste Grüße von Martina

  4. Der Kuchen sieht Hammer aus! Ich backe auch sehr gerne vegan, obwohl ich mich nicht vegan ernähre. In den letzten Tagen habe ich zwar keinerlei tierische Produkte gegessen, aber ob es so weiter geht, weiß ich nicht. Ich ersetze Eier gerne mit Chia Samen oder geschroteten Leinsamen, Milch verwende ich sowieso nie, somit greife ich immer zur pflanzlichen Alternative. Butter verwende ich kaum, eigentlich auch keine Margarine: da kommt dann entweder oft Sojajoghurt zum Einsatz, oder Apfelmus/zermatschte Bananen oder einfach Kokosöl.

    Der Kuchen sieht richtig lecker aus – könnte grad den ganzen verschlingen!

    Liebe Grüße,
    Tamara

  5. Vielen Dank für das Rezept. Vegane Ernährung finde ich persönlich sehr easy und auch lecker. Doch am Kunden bin ich bisher immer gescheitert. Es gibt einen Schokokuchen welchen ich lieber, aber ich bin froh mein veganes Kuchenwissen jetzt auf 2 leckere Kuchen erweitert zu haben! Vielen Dank 🙂

  6. Ist in diesem Rezept Kokosnuss Drink ( z.B. Alpro) oder das richtige fettige Kokosmilch ( 60%) zu verwenden? Danke 🙂

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