Vegan backen: Mini-Gugl mit Cranberries

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Ostern steht – zumindest kulinarisch gesehen – für einen reichhaltig gedeckten Tisch: gekochter Schinken, leckeres Gebäck und natürlich bunte Eier! Doch womit Ostern und das Ende der Fastenzeit feiern, wenn man auf tierische Produkte verzichtet? Keine Sorge, auch als Veganer kann man diesen Tag mit gutem Essen verbringen. Pünktlich dazu gibt es bei mir heute ein Mini-Gugl-Rezept mit ganz und gar pflanzenbasierten Zutaten: vegan, süß und wirklich eine Sünde wert.

Dass jeder auch super lecker vegan backen kann, habe ich schon mit diesem Kokoskuchen-Rezept gezeigt. Denn fast alle nicht-veganen Lebensmittel lassen sich auch beim Backen sehr leicht ersetzen. Eine kleine Herausforderung ist und bleibt allerdings das Ei im Teig – dieser natürliche Klebstoff, der für die richtige Konsistenz im Kuchen sorgt, lässt sich bei veganen Kuchen und Muffins nicht allzu leicht in eine pflanzliche Version umwandeln. Zumindest dachte ich das sehr lange.

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Vegan backen ohne Ei

Die Realität sieht aber ganz anders aus: Es gibt leckere und wirksame Methoden, um trotz des Verzichts auf Ei eine optimale Konsistenz zu zaubern. Ob mit Apfelmus, mit zerdrückter Banane oder auch mit Ei-Ersatz aus dem Bio-Laden – all das sind Möglichkeiten, um das Gebäck ebenso gut hinzubekommen.

Bei diesen kleinen veganen Mini-Gugl habe ich auf einen Mix aus Banane und Chia-Mehl gesetzt und ich muss sagen, das Ergebnis hat mich wirklich begeistert. Die Konsistenz ist super geworden und die kleinen Küchlein haben sich sogar hervorragend aus der Form lösen lassen – das ist bei den Mini-Gugl nämlich immer meine heimliche Angst. Bei anderen Rezepten ist mir  schon öfter die Spitze in der Silikonform stecken geblieben.

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Easy-peasy Mini-Gugl ohne viel Aufwand

Das Tolle an diesem Rezept ist, dass man die Zutaten wirklich fast immer einfach so Zuhause hat (hier kann ich natürlich nur für mich sprechen – in meinen Schränken findet sich das alles fast immer), ohne dass man dafür noch extra einkaufen gehen muss: Mehl, Banane, Backpulver, Zucker, Pflanzenmilch, gehackte Mandeln, etwas Joghurt, Erdnussbutter, Puderzucker, Zitronensaft (gibt es auch frisch gepresst aus der Flasche – sehr praktisch!) und ein Topping nach Belieben – in meinem Fall: getrocknete Cranberries. Hier kann man aber auch gehackte Nüsse wie Pistazien, Walnüsse oder Mandeln verwenden.

Abgesehen von den Zutaten braucht ihr auch sonst sehr wenige Materialien, um die Mini-Gugl zu backen: eine Rührschüssel, Silikonförmchen, eine kleine Schüssel für den Zuckerguss, eine Gabel und einen Löffel – fertig! Und natürlich einen Backofen, surprise, surprise!

Das einzige „Extra“ in diesem Rezept ist das Chia-Mehl. Ich muss zugeben: Ich habe es bei diesem Rezept auch zum ersten Mal ausprobiert. In diesem Fall dient es neben der Banane als zusätzlicher Ei-Ersatz und sorgt für eine gute Konsistenz der Gugl. Aber keine Sorge: Wer kein Chia-Mehl Zuhause hat, kann auch ganz getrost einfach eine halbe Banane mehr hinzugeben.

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Und so einfach geht’s: Vegane Mini-Gugl

Zutaten für 9 Stück

80 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
15 g Chiamehl (alternativ: eine halbe Banane mehr)
25 g gehackte Mandeln
60 g Sojajoghurt (hier: in der Richtung Kokosnuss)
1 reife Banane
60 ml Pflanzenmilch (hier: Hafermilch)
30 g Erdnussbutter
40 g Zucker (wer mehr Süße mag: ein paar Spritzer flüssige Stevia)
1 Pk Vanillezucker

für oben drauf:
90 g Puderzucker
3 – 4 TL Zitronensaft
+ Topping deiner Wahl, z.B. eine Handvoll gehackte Cranberrys, Walnüsse oder Pistazien

Zubereitung

  1. Das Chiamehl mit 2-3 EL Wasser rund 10 Minuten quellen lassen. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  2. Die reife Banane mit einer Gabel in der Rührschüssel zerdrücken. Zucker und Vanillezucker unterrühren.
  3. Erdnussbutter unterrühren und dann nach und nach Mehl und Backpulver unterrühren. Dabei ab und zu einen Schluck Milch zufügen. Sobald die Masse homogen ist, die restliche Milch zugeben und gut verrühren. Zum Schluss das Chiamehl unterrühren.
  4. Noch mal mit Stevia oder mehr Zucker abschmecken, falls der Teig noch nicht die gewünschte Süße erreicht hat. Ich habe etwa 3 Spritzer Stevia verwendet.
  5. Den Teig in die Mini-Gugl-Silikonförmchen geben (besonders leicht geht das mit einem Spritzbeutel aus einem Gefrierbeutel) und für 20 Minuten backen lassen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob die Gugl fertig sind.
  6. Das Gebäck aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen. In der Zwischenzeit den Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft anrühren. Er sollte wirklich sehr, sehr zähflüssig sein, damit er nicht einfach nur herunterrinnt, sondern am oberen Rand der Gugl bleibt. Die getrockneten Cranberries (oder Walnüsse, etc.) hacken.
  7. Den Zuckerguss mit einem Teelöffel vorsichtig auf den kleinen Gugl verteilen und anschließend die Cranberries darauf verteilen.

Viel Spaß mit dem Rezept und guten Appetit!

7 Kommentare

  1. Mhm die sehen ja echt gut aus.. ich war ja ganz gespannt auf die Zutaten, weil man normal für vegane Kuchen immer so unglaublich viel ausgefallenes Zeugs braucht, das man nie wieder verwendet bzw. sehr schwer bekommt.
    So kann ich mir das aber absolut vorstellen, das mal nachzubacken, danke für das Rezept 🙂

    Alles Liebe, Katii

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