Diese Must-Haves solltest du auf Netflix nicht verpassen

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Zappen war gestern… wenn das Fernsehprogramm nichts Passendes liefert, schaltet heute fast jeder zu einem Video-on-Demand-Service seiner Wahl. Mein Liebling ist derzeit definitv Netflix, hier habe ich schon viele neue Lieblingsfilme und -serien entdeckt. Und, mal ehrlich: Geniale Geschichten zu sehen, die begeistern, bewegen oder einfach nur total gut unterhalten – was gibt es Schöneres?

Da ich selbst auch immer auf der Suche nach neuen Empfehlungen bin und es doch des Öfteren passiert, dass einem richtig gute Sachen durch die Lappen gehen, will ich euch heute meine Must-Have-Seens der letzten Wochen zeigen. Alle sehr unterschiedlich und alle definitiv sehenswert! Den Anfang macht eine amerikanische Comedy-Serie, die es in sich hat.

Tipp für Netflix #1: Master of None

Genre: Komödie / Serie
Folgen: 10

Spätestens seit Raj in Big Bang Theory ist die Rolle des sympathischen Inders ein Erfolgsgarant in der internationalen Serienlandschaft – und das völlig zurecht, das beweist auch „Master of None“. Mit diesem Serienhighlight ist nicht nur ein zeitgemäßer Blick auf die Beziehungen des 21. Jahrhunderts gelungen, sondern auch ein teils tiefsinniger, teils zum Brüllen komischer Einblick in das Leben eines Einwanderer-Sohns im heutigen New York – mit all den typischen Problemen, die ein Mittdreißiger im Big Apple so haben kann.

Hauptprotagonist Dev hat indische Eltern, versucht sein Glück mehr schlecht als recht als Schauspieler in New York und hat zudem einen herrlichen Freundeskreis, der immer für ein paar Lacher sorgt. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz: An der Frauenfront kämpft sich Dev wacker durch – ganz ohne Machogehabe und dumme Sprüche, stattdessen mit viel Charme und Humor.

Dabei wird nicht nur so ziemlich jedes zwischenmenschliche Thema angesprochen (angefangen beim Sex ohne Verhütung bis hin zur Omi, die aus dem Altersheim abhaut), sondern auch das Thema Integration aufgegriffen. Die teils auch etwas ernsteren Themen werden aber immer mit einer Prise Humor und jeder Menge Gefühl behandelt.

Der große Vorteil dieser Comedyserie: „Master of None“ kommt gänzlich ohne Scherze unter der Gürtellinie und Klamauk aus, sondern besticht durch einen großartigen Hauptdarsteller (den der Macher der Serie, Aziz Ansari, selbst spielt) und eine gut erzählte Story. Zwar bespricht sie keine völlig neuen Themen, beleuchtet sie aber so hinreißend charmant, unangestrengt und amüsant, dass man die zehn Folgen auch gut und gerne im Stück ansehen könnte. Ansari war f.

Meine persönliche Meinung

Nach dieser Serie bin ich so ein riesiger Aziz-Ansari-Fan geworden, dass ich mich wirklich frage, wieso ihn in Deutschland scheinbar niemand bisher so richtig auf dem Radar hatte. „Master of None“ wurde zum ersten Mal im November 2015 ausgestrahlt und ist bisher ein riesiger Erfolg – immerhin wurde Ansari für seine Rolle sogar für den Golden Globe als Bester Seriendarsteller in der Kategorie Komödie nominiert. Mich hat die Serie von Anfang an gepackt und ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen – etwas Besseres lässt sich über eine Serie wohl kaum sagen.

Netflix-Tipp

Falls ihr Aziz Ansari auch ins Herz geschlossen habt, kann ich nur sein Bühnenprogramm empfehlen, das derzeit auch auf Netflix zu sehen ist. Es knüpft inhaltlich fast nahtlos an „Master of None“ an und man kommt nicht umhin zu bemerken: Aziz und Dev scheinen doch fast ein und die selbe Person zu sein.

Tipp für Netflix #2: Twinsters

Genre: Dokumentation

„So, I wanted to share this crazy story that happend to me a couple of days ago.“

Mit diesen Worten begrüßt Hauptprotagonistin Sam die Zuschauer zu Beginn der Dokumentation. Sie ist Anfang zwanzig, lebt in Los Angeles und erzählt auf ihrem Bett sitzend von den unglaublichen Geschehnissen, die ihr gerade passiert sind:

Sie hat eine Nachricht erhalten, aus Europa. Aus London, genauer gesagt. Von einem Mädchen namens Anaïs Bordier, einer französischen Modestudentin, die in England studiert. Und diese Nachricht hat einen Inhalt, der das Leben der beiden verändern könnte: Bist du meine Zwillingsschwester?

Zufällig ist Anaïs im Internet über ein Youtube-Video gestolpert, in dem Sam zu sehen ist – und konnte nicht mehr aufhören, darüber nachzudenken, wie ähnlich ihr dieses fremde Mädchen sah. Und wie sollte es anders sein: Solche Vermutungen und Fragen lassen einen nicht mehr los. Sam und Anaïs beschließen, dass sie mehr herausfinden müssen.

Die Dokumentation dieser sehr persönlichen Erlebnisse entstand aus dem Wunsch heraus, dieses besondere Ereignis und die damit verbunden, so verrückten Entwicklungen festzuhalten. Ein Freund von Sam filmte die Geschehnisse und begleitete den Weg der beiden Mädchen, die auf zwei unterschiedlichen Kontinenten aufwuchsen und durch zufällige Umstände zueinander fanden.

Meine persönliche Meinung

„Twinsters“ hat mich wahnsinnig berührt: Diese Geschichte ist so außergewöhnlich, dass man wirklich Gänsehaut bekommt. Alle, die sie noch nicht gesehen haben, sollten das dringend nachholen. Die Dokumentation ist nicht nur technisch gut gemacht, sondern auch mitreißend, bewegend, emotional, authentisch, lustig und besonders. Falls man den Glauben an Wunder verloren haben sollte, dann findet man ihn danach auf jeden Fall wieder.

Tipp für Netflix #3: River

Genre: Drama / Krimi
Folgen: 6

Die britische Serie „River“, die zunächst auf dem Sender BBC ausgestraht und im Anschluss auf Netflix gezeigt wurde, dreht sich um den emotional stark angeknacksten Polizisten John River, der gerade mitansehen musste, wie seine langjährige Partnerin Stevie kaltblütig erschossen wurde. Die Nacht ihres Todes sucht ihn wieder und wieder heim, denn eigentlich hegte er tiefe Gefühle für sie – auch wenn die beiden das nie richtig offiziell machten. Nun brennt er nur noch für einen Gedanken: Den Mörder finden!

Was sich zunächst vielleicht nach einer Story mit nicht allzu viel Tiefe anhört, ist in der Tat ein sehr emotionales Drama, das teilweise auch zu Tränen rührt. Es ist einfach herzzerreissend, wie sehr River unter dem Verlust seiner Partnerin leidet. Sie waren ein eingespieltes Team, ein perfektes Duo, das mit all den nötigen Kanten und Ecken. Das Loch, das Stevie in seinem Leben hinterlassen hat, bleibt jedoch nicht das einzige Problem des Polizisten: Verdächte und Opfer verfolgen ihn in seinem Kopf.

Sein täglicher Kampf mit den Wahnvorstellungen ist für ihn teils anstrengender als die Trauer um Stevie, denn die Halluzinationen bringen auch den Chef und die Kollegen auf den Plan – niemand traut ihm mehr etwas zu. Er ist und bleibt ein Sonderling, der sich sehr in sich selbst zurückzieht und nur wenige an sich heranlässt, auch, um bei der Polizei nicht negativ aufzufallen. Ein großes Hindernis, wenn man den Mord an der Partnerin aufklären möchte.

Meine persönliche Meinung

Die Serie ist nicht nur wirklich spannend, sondern auch sehr gut gespielt. Man hat solches Mitgefühl mit John River (gespielt von Stellan Skarsgaard), dass einen der Tod von Stevie fast selbst trifft. Ich muss zugeben, dass ich mir ein etwas anderes Ende gewünscht hätte, doch grundsätzlich ist die Geschichte sehr gut erzählt und birgt immer wieder spannende und aufwühlende Momente. Ein echtes Muss für Krimi-Fans!

Tipp für Netflix #4: Chef’s Table

Genre: Dokumentation
Folgen: 6

Einmal den begabtesten Köchen unserer Zeit über die Schulter gucken, ihre Kreationen bestaunen und ihre Geschichten hören. Die Netflix Serie „Chef’s Table“ zeigt genau das, was viele Foodlover begeistert: internationale Sterneküche – aber aus der Perspektive ihrer Macher. Denn im Fokus stehen nicht nur die kulinarischen Produkte, sondern vor allem die Meisterköche an sich – ihre Visionen, ihre Wünsche und ihre Vergangenheit.

Die sechsteilige Dokumentationsreihe begleitet in jeder Folge einen anderen Koch und taucht dabei in deren Welt und deren Verständnis für Speisen und Produkte ein. Den Anfang macht der bereits mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Italiener Massimo Botura, der gemeinsam mit seiner Frau Lara die Osteria Francescana im norditalienischen Modena betreibt.

Den Machern der Dokumentationsreihe gelingt es hier außergewöhnlich gut, mit einer aufwändigen Produktion die Geschichte des Starkochs einzufangen. Denn für Massimo Bottura war der Start kein leichter. Seine Vision: die typisch italienische Küche zu revolutionieren. Doch mit diesem Ziel stieß der heute 52-Jährige bei seinen traditionsliebenden Landsmännern nicht gerade auf offene Ohren. Tortellini, Trüffel oder Tiramisu – nichts wollte der Visionär so machen, wie man es gewohnt war. Statt eines Tellers voller Nudeln servierte er nur drei handgemachte Tortellini, ein No-Go für Ortsansässige und Restaurantkritiker.

Die Folge gewährt einen detaillierten und sehr persönlichen Einblick in die beruflichen, aber auch privaten Herausforderungen, vor denen Bottura auf seinem Weg in die Sterneküche stand. Zukunftsängste, Ungewissheit und Planänderungen waren keine Ausnahme. Besonders schön: Die kleine Zeitreise durch sein Leben, die einen auch in seine New Yorker Jahre mit zurücknimmt, in denen er seine Frau Lara kennen lernte.

Die fünf weiteren Folgen der Netflix Serie begleiten Dan Barber, Francis Mallmann, Niki Nakayama, Ben Shewry und Magnus Nilsson. Der Serientitel „Chef’s Table“ bezieht sich übrigens auf einen eigens für besondere Gäste oder Freunde des Küchenchefs in der Küche reservierten Tisch – also einen Platz mitten im Geschehen.

Meine persönliche Meinung

Die Serie ist sehr aufwändig produziert und gewährt einen sehr persönlichen und spannenden Einblick in verschiedene Sterneküchen auf der ganzen Welt. Da ich Essen und Kochen liebe, hat mich das Konzept der Doku-Serie sofort angesprochen. Besonders die vielen verschieden Ansichten über das Thema und die unterschiedlichen Herangehensweise der Köche waren interessant – besonders liebe ich es aber, die persönlichen Geschichten der Leute zu erfahren.

Das waren vier Hihglihts, die ich auf Netflix besonders empfhelen kann. Jetzt seid ihr dran! Was muss man unbedingt gesehen haben? Ich bin schon sehr gespannt auf eure Tipps!

14 Kommentare

  1. Die Serien klingen wirklich super spannend, liebe Leonie! Danke für die tollen Tipps – ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Serien 😉
    Ich kann dir definitiv „House of Cards“ und „The Newsroom“ empfehlen. Beide sind absolut spannend – haben aber auch ein hohes Suchtpotenzial. 😉

    Liebste Grüße
    Lisa von http://www.confettiblush.com

  2. River kannte ich noch nicht hört sich mega Spannend an. Ich kann Shadowhunters, Jessica jones, Marco Polo, Hemlock Grove, Penny Dreadful, Orange is the new Black und Firefly empfehlen. Die besten suchtmacher Serien 🙂

    Liebe Grüße

    Victor
    https://blog.frusky.de

  3. Ich habe erst anfang Dezember den Weg zu Netflix gefunden und möchte es mittlerweile nicht mehr missen! Die Serien kenne ich auch noch nicht und werde gleich mal ein paar davon auf meine Liste packen. Meiner Meinung nach, sollte man Orange Is The New Black unbedingt gesehen haben! Ich bin total süchtig nach dieser Serie und habe jetzt schon Angst davor, wenn ich mit den Staffeln durch bin 🙂

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

  4. Ich bin ein Serienjunkie und deshalb liebe ich auch Netflix.
    Deine Tipps kannte ich noch garnicht, bis auf Chefs Table. Twinsters habe ich mal in der Liste gesehen, aber noch nicht geguckt. Hört sich echt toll an 🙂
    Muss ich mir mal anschauen.

    Was ich erst letztens durchgeguckt hatte war American Horrorstory. Die zweite Staffel ist einfach genial 🙂
    Und was ich gerade gucke ist Adventure Time, wenn du auf dumme und lustige Serien stehst, haha 😀 Ist ganz gut für zwischendurch.

    LootieLoos Plastic world

  5. Danke für diese tollen Tipps. Ich bin immer auf der suche nach neuen spannenden Serien. Ich habe letzten die Serie „Breaking Bad“ komplett geschaut. Wirst du aber sicher schon gesehen haben. 🙂 „Secret and Lies“ , „Dracula“ „The Originals“oder „Game of Thrones“ sind meine Favoriten.

    Ganz Liebe Grüße Martina
    http://www.kleidsam.org

  6. Die Serien klingen spannend 🙂 Meiner Meinung nach sind The Vampire Diaries und Pretty Little Liars auch absolut Pflicht. Die beiden Serien sind sowas von verdammt gut und spannend,ich kann sie nur wärmstens empfehlen! 🙂 Und The Fosters und 90210 sind auch super!

    Schaut doch gerne auch mal auf meinem Blog vorbei. Make-up,Fashion,Lifestyle-es ist alles dabei. Ich freue mich über jeden Leser.
    http://www.themarquisediamond.de

    Liebe Grüße,
    Krissisophie

  7. Vielen Dank für die tollen Tipps! Ich habe am Sonntag gleich mal mit Master of None angefangen. Sehr unterhaltsam 🙂 Liebe Grüße Neele

  8. Seit ich Netflix habe, schaue ich kaum noch Fernsehen und wenn, nervt mich die permanente Werbung – Chef’s Table klingt auf jeden Fall sehr spannend. Werde ich garantiert mal reinschauen – Danke für den Tipp:)
    Liebste Grüße

  9. Eeeeendlich noch ein Ansari-Fan! Spätestens nach Parks & Recreation zählte er zu einem meiner Lieblings-Komedians und nachdem ich jetzt auch sein Buch Modern Romance nur so verschlungen habe kann ich nur sagen… der Typ kann was 🙂

    Liebe Grüße,
    Leonie

    http://www.allispretty.net

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