5 Geschenke, die nichts kosten

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Im Dezember werden nicht nur Lichterketten und Plätzchenrezepte herausgekramt, sondern auch endlos lange Geschenkelisten geschrieben. Doch zu Weihnachten kann man auch sehr gut Geschenke, die nichts kosten verschenken.

Weihnachten ist ein Fest der Liebe, der Gemeinschaft und des Beisammenseins. Doch für viele ist es ein Anlass für übermäßigen Konsum, rund 274 Euro gibt der durchschnittliche Deutsche an Weihnachten 2015 für Geschenke aus. Mit am häufigsten unter dem Weihnachtsbaum liegen dann Geschenkegutscheine, Kosmetik, Bücher sowie Uhren und Schmuck.

Alles schöne Dinge, über die sich die Beschenkten sicher freuen und die, wenn man ehrlich ist, den Schenkenden nicht viel Planungszeit abverlangen. Kurz im Internet gestöbert, einmal in die Innenstadt ins nächste Kaufhaus gegangen, schon ist ein Großteil der Geschenke besorgt und man hat Ruhe bis zum nächsten Jahr.

Mir geht es selbst vor Weihnachten manchmal so, dass ich ab ab einem gewissen Punkt nur noch verzweifelt versuche, für jeden auf meiner Geschenkeliste etwas zu finden, was demjenigen irgendwie gefallen könnte ohne den größeren Kontext im Auge zu behalten.

Dabei vergisst man oft, dass es an Weihnachten eigentlich gar nicht allzu sehr um Geschenke gehen sollte, sondern andere Werte im Vordergrund stehen. Deshalb möchte ich euch heute fünf schöne Geschenke, die nichts kosten, vorstellen. Doch davor noch ein bisschen Hintergrundinformation zu Weihnachtsgeschenken.

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Die Geschichte der Weihnachtsgeschenke

Die Tradition des Schenkens ist nämlich schon Jahrhunderte alt und hatte ursprünglich überhaupt nichts mit übermäßigem Konsum und teuren Geschenken zu tun. Zu Beginn war nämlich der 6. Dezember nicht nur der Tag des Nikolaus, sondern auch der Tag des Schenkens. Sankt Niklaus gilt als der klassische Schenkheilige, da er laut einer frühen Legende drei Jungfrauen Äpfel und Gold schenkte, die nicht standesgemäß heiraten konnten. Durch sein Geschenk waren sie gerettet. 

Erst Martin Luther sorte dafür, dass auch der 24. Dezemember ein großer Geschenketag wurde. Er lehnte die Heiligenverehrung der christlichen Kirche ab und legte Kurzerhand das Datum für Geschenke auf den Tag der Geburt Christi, den 24. Dezember.

Während in großen Teilen der Erde der Weihnachtsmann am Weihnachtstag oder am Tag danach in Gestalt tritt, übernimmt das Christkind in Süd- und Westdeutschland, in Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und großen Teilen Südamerikas die Aufgabe des Geschenkeüberbringens.

Nun aber zurück zum Schenken an sich: Auch in meiner Familie sind teure Geschenke zu Weihnachten an der Tagesordnung. Wir schenken uns immer sehr schöne, aber auch sehr kostspielige Dinge. Vor allem als ich klein war, war das auch mit ein Grund, warum ich mich immer sehr auf das Christkind gefreut habe und ganz aufgeregt war. In den letzten Jahren allerdings kommt bei mir immer öfter die Frage auf: ist das wirklich nötig?

Teure Geschenke-Tradition

Wie viel will ich für meine Geschenke ausgeben und vor allem: will ich, dass meine Familie so viel Geld für mich ausgibt? Eigentlich nicht. Auch dieses Jahr werden wieder teure Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen. Sicher, sie freuen mich sehr und ich kann sie gut gebrauchen, denn meist wünsche ich mir nützliche Dinge (zum Beispiel eine Küchenmaschine – ja, tatsächlich, darüber freue ich mich) und keine High-End-Technik oder teure Designer-Handtaschen, die man vielleicht nicht unbedingt benötigt. Trotzdem habe ich immer einen Hauch schlechtes Gewissen, wenn so viel Geld für mich ausgegeben wird.

Deswegen lautet auch einer meiner Vorsätze für das neue Jahr: Die Geschenkekultur in unserer Familie ein wenig zurückfahren, vielleicht nur noch ein Geschenk anstelle von zweien. Vielleicht nur noch halb so teuer. Vielleicht sogar ein Geschenk, das nichts kostet.

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Geschenke, die nichts kosten

Und genau darüber habe ich mir bereits ein paar Gedanken gemacht. Was verschenkt man denn, wenn man etwas sucht, das kein Geld benötigt – Geschenke, die nichts kosten? Denn auch wenn dieser Spruch schon etwas überstrapaziert ist: Weniger ist manchmal mehr.

Deshalb hier meine Top 5 der Geschenke, die nichts kosten.

1. Komplimente-Kalender

Jeder von uns liebt Komplimente. Sie sind die kleinen Alltagsüberraschungen, die unseren Tag ein bisschen schöner, unser Lächen ein bisschen breiter und unsere Beziehungen ein wenig enger machen. Wenn sie von Herzen kommen, sind sie vielleicht mit das Schönste, was man einem anderen geben kann.

Warum also daraus nicht etwas machen, woran man sich das ganze Jahr über erfreuen kann. Wie wäre es mit einem Kalender, auf dem für jeden Monat ein neues, ganz persönliches und ehrlich gemeintes Kompliment für den anderen steht. Das ist nicht nur ein Zeichen der höchsten Wertschätzung, sondern auch ein nachhaltiges Geschenk, das noch lange Freude bringt.

2. Gemeinsame Zeit

Wir leben in einem Jahrzehnt, das vor allem durch Stress, Hektik und Zeitmangel geprägt ist. Alles muss immer noch schneller, noch effizienter gehen. Sogar der Einkauf lässt sich mittlerweile online erledigen, während man in der Bahn sitzt. Zwar sollte man meinen, dass durch all die Zeitersparnis auch an irgendeinem Punkt mehr Zeit übrig bleibt, die man als quality time nutzen kann. Doch die Realität sieht oft anders aus.

Für Freunde und Familie bleibt häufig nicht einmal halb so viel Zeit wie man es sich wünschen würde. Da ist doch Weihnachten der optimale Zeitpunkt, um hieran etwas zu ändern. Warum also keinen „Zeit-Gutschein“ verschenken? Sich für eine bestimmte Zeitdauer nur Zeit für den anderen nehmen und etwas Schönes zusammen machen – ohne Handy, ohne Laptop, ohne dringende Termine. Das ist echter Luxus und definitv ein Geschenk wert.

3. Lästige Aufgaben abnehmen

Wer kennt das nicht: Je älter man wird, umso größer wird der Berg an nervtötenden Aufgaben, die leider erledigt werden wollen. Putzen, Saugen, Wäsche falten, Steuererklärung machen, Versicherungen checken, das Auto zum TÜV bringen – manchmal wünscht man sich da einfach, nochmal zehn zu sein und die Eltern als Helfer in allen Lebenslagen an der Seite zu haben. Jemanden, der sich einfach mal um alles kümmert und man selbst Zeit zum Spielen, Kritzeln, Lesen, Fernsehen, Entspannen, Baden, Freunde treffen, Tanzen, Nichtstun und Co. hat.

Das wäre schön, oder? Deshalb lohnt sich dieses Geschenk absolut: der Gutschein, der nervige Aufgaben übernimmt. Den Backofen reinigen? Den Geschirrspüler zehn Mal ausräumen? Die Fenster zweimal im Jahr putzen? All das ist kostbare Lebenszeit, die ihr eurem Beschenkten ermöglichen könnt, indem ihr seine lästigen Aufgaben übernehmt. Dieses Geschenk klingt vielleicht im ersten Moment etwas harmlos, ist aber im Alltag ein echter Schatz.

4. Hegen & (Ver)Pflegen

Dieses Geschenk passt ein wenig zur Nummer 2 „Gemeinsame Zeit“, denn genau darum geht es hier auch. Es ist einfach wunderschön, wenn man mal einen Tag komplett betüttelt wird: sich um nichts kümmern muss, alles ist geplant, alles ist vorbereitet und man kann sich komplett zurücklehnen und entspannen.

Überlegt mal, was ihr euren Lieben Gutes tun könntet, wenn ihr ihnen einen schönen Tag organisiert? Was kann man gemeinsam unternehmen, um dem anderen einen schönen Tag zu verschaffen? Spazieren gehen, Schaufenster-Shoppen, Gärtnern, … denkt euch etwas aus, was dem Beschenkten wirklich Spaß macht. Vielleicht auch mal der Mama liebevoll die Nägel lackieren und dabei gemütlich einen Film sehen? Der Schwester eine aufwändige Frisur und ein tolles Styling machen? Dem Papa ein leckeres Menü kochen? Die Möglichkeiten sind unendlich, denn man kann seine Lieben mit so vielen schönen Dingen verwöhnen.

5. Brief-Abo

Als ich von dieser Idee gelesen habe, sind mir spontan gleich fünf Leute eingefallen, die sich darüber mit Sicherheit mehr freuen würden als über das Geschenk, das ich ihnen für dieses Jahr besorgt habe: ein Briefe-Abo mit ganz persönlichen Briefen.

Wer heutzutage in den Briefkasten schaut, fischt meist nur Werbung und Rechnngen heraus. Doch noch bis vor wenigen Jahrzehnten war der Brief DAS Kommunikationsmittel, wenn es darum ging, über eine lange Distanz hinweg in Kontakt zu bleiben. Vor allem früher war das Briefeschreiben eine echte Kunst und sehr geschätzt.

Deshalb finde ich dieses Geschenk auch so schön: jeden Monat wird ein handgeschriebener Brief an den Beschenkten versandt. Was man hineinschreibt bleibt natürlich jedem selbst überlassen: vielleicht nur eine kleine Botschaft, vielleicht aber auch die mehrseitigen Erlebnisse des vergangenen Monats. Dieses Geschenk ist nicht nur sehr persönlich, sondern auch etwas, was man sicher noch jahrelang aufheben wird. Ein echter Schatz.

Frohe Weihnachten

Das waren sie, meine Ideen zu Geschenken, die nichts kosten. Ich muss zugeben, bis auf ein oder zwei Geschenke habe ich tatsächlich in diesem Jahr schon alles beisammen – aber 2016 werden sich mehrere dieser „achtsamen“ Geschenke mit unter dem Weihnachtsbaum liegen. Denn davon haben alle mehr.

Habt ihr noch weitere gute Tipps, was man verschenken könnte, das nichts kostet?

22 Kommentare

  1. Sehr schöne Ideen 🙂
    In der Grundschule haben wir mal für unsere Mütter so einen Zweig mit Gutschein-Anhängern in Herz-Form gebastelt. Da standen dann auch so lästige Aufgaben drauf wie, Müll rausbringen, Treppe fegen, Geschirrspüler ausräumen, halt alles so kleine Aufgaben die man mit 7 oder 8 auch schon erledigen konnte.

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

  2. Hallo Leonie,
    die Idee mit dem Brief-Abo finde ich besonders toll! Ich habe auch schon mal ein Postkarten-Abo verschenkt 😉 Kann ich nur weiterempfehlen, das macht wirklich super viel Spaß!
    Schöne Weihnachten,
    Jean

  3. Den Komplimente-Kalender finde ich klasse! Viel zu selten machen wir unseren Mitmenschen Komplimente. Ich kann mir das schon richtig gut vorstellen mit Fotos und schönem Text. Da habe ich schon eine gute Geschenkidee für’s nächste Jahr!
    Das Brief-Abo finde ich auch total genial. Handgeschriebene Briefe sind eine Rarität und so wunderschön *______*

    Vielen Dank für die wunderbaren Inspirationen!

  4. Sehr schöne Ideen, von denen ich sicher etwas übernehmen werde. Ein Komplimente Kalender und das Brief Abo erfreuen bestimmt meine Mutter und meine Tante.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
    Liebe Grüße und ein frohes Weihnachtsfest
    Tina

  5. Was für schöne Ideen! Besonders die Idee mit den Briefen finde ich toll, heutzutage verschickt man einfach zu wenig Handgeschriebenes & ich freue mich jedesmal sehr über eine Karte oder einen Brief, die mit der Hand geschrieben wurde.

    Liebst
    Laura von http://www.mrssparkle.de

  6. Das sind tolle Ideen. Ich finde es immer schwierig Menschen Geschenke zu kaufen, die es gewohnt sind sich selbst alles zu kaufen 🙂 Da sind so Ideen genau richtig!
    LG, Käthe von Nicht 75B

  7. Eigentlich finde ich beschenkt zu werden nie so schön wie anderen eine Freude zu machen!
    Die Idee finde ich klasse! Eigentlich gehts bei Weihnachten um eine schöne friedliche Zeit zu zweit. Das jährliche Suchen nach Geschenken bringt immer nur Einkaufsstress!

    Liebst, Colli
    tobeyoutiful

  8. Hallo Leonie!
    Was für eine schöne Message, persönliche Geschenke statt Materialismus! Immer wieder gut, daran zu erinnern!
    Vor allem die Idee mit den Briefen find ich toll, gerade in Zeiten von Whatsapp & Co – bewundernswert, wer sich wirklich hinsetzt und handschriftlich Briefe schreibt, das ist dann echt ein faszinierendes Geschenk!
    Frohe Weihnachten!
    Ciao aus Wien, Markus
    http://www.markusjerko.at photography

  9. Ganz süße Ideen – gefällt mir richtig gut! 🙂 Wie haben in unserer Familie schon immer die Tradition, dass kein Geschenk mehr als 50 Euro kosten sollte. An Weihnachten geht es bei uns primär darum die Familie beisammen zu haben und bis spät in die Nacht Geschichten auszutauschen.

    Liebe Grüße,
    Leonie

    http://www.allispretty.net

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