5 Dinge, die man nicht immer auf den letzten Drücker erledigen sollte

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Manchmal brauche ich offensichtlich den Zeitdruck. Wochenlang steht etwas an, trotzdem erledige ich es erst, wenn es schon fast zu spät ist. Das sind meine 5 Dinge, die man nicht immer auf den letzten Drücker erledigen sollte.Vermutlich kennt das jeder: Leider gibt es einfach Sachen, die man gerne aufschiebt, vergisst, verdrängt, hintenanstellt, kurz gesagt – die man nicht rechtzeitig angeht. Blöderweise. Denn das hat zur Folge, dass man nicht nur mit wichtigen Dingen in Verzug ist und sich unnötigen Stress bereitet, sondern dass man sich höchstwahrscheinlich ab und an Selbstvorwürfe à la „Warum um Gottes Willen hast du das denn nicht schon früher auf der To-do-Liste abgestrichen?“ macht.

Top 5: Nicht auf den letzten Drücker erledigen!

1. Müll runterbringen

„Ein bisschen was geht noch, ein bisschen was muss noch gehen, irgendwie quetsche ich das da noch rein.“ Das scheint mir wohl öfter durch den Kopf zu gehen als gut wäre, denn dementsprechend vollgestopft sind meine Mülltüten immer. Wenn ich dann mit mindestens drei riesigen Müllsäcken beladen zu unserer Mülltonne torkle schwöre ich mir jedes Mal: Das kommt nicht mehr vor. Memo an mich selbst: Man kann Müll auch schon wegbringen, wenn die Tüten noch nicht kurz vor dem Platzen sind. Ich hoffe, das erlebe ich bald mal am eigenen Leib.

2. Versicherungen vergleichen

Je älter man wird, desto eher denkt man über Versicherungen nach. Auto, Hausrat, Haftpflicht, Rechtschutz… jede Menge Möglichkeiten und für alles gibt es gefühlt drölfundneunzig verschiedene Angebote von zwei Milliarden Versicherern und vor allem: zig verschiedenen Preisen. Ich denke nicht, dass man wirklich für bzw. gegen alles versichert sein sollte, das ist einfach übertrieben und lebt von der Angst der Leute. Aber manche Versicherungen sind ja definitiv unabdingbar, weil vorgeschrieben, zum Beispiel für das Auto. man sollte meinen, das lässt sich dann gut bereits im Vorfeld planen. Aber nein. Ungeachtet der Tatsache, dass meine Versicherung nach einem jahr endet, fällt mir trotzdem regelmäßig erst ganz knapp vor dem Auslaufen ein, dass man ja eigentlich mal prüfen sollte, ob das aktuelle Angebot auch noch das beste ist. Und das dann schnell. Super schnell. Und, ach ja, kündigen muss man im Zweifelsfall ja auch noch. Mist.

3. Nägel lackieren

Bei diesem Punkt kann ich leider nicht genau einschätzen, ob ich da ein Einzelfall bin. Aber meine Fingernägel und ich, wir stehen zumindest zeittechnisch auf Kriegsfuß. Eigentlich liebe ich gepflegte Nägel. Lackierte Nägel. Gefeilte Nägel. Trotzdem bin ich immer wieder mit etwas unterwegs, für das ich mich wirklich schäme: mit abgeschabtem Lack. Denn meine Nägel fallen mir grundsätzlich erst wieder ein, wenn ich gerade auf dem Sprung bin und die Haustüre hinter mir zugezogen habe. Dann fällt mein Blick auf meine absolut unvorzeigbaren Fingernägel und ich wundere mich über diese Verdrängungsgabe, die dafür sorgt, dass ich mit Patzern im Lack durchs Leben laufen muss. Die Lösung? Gute Frage. Kennt sie vielleicht jemand? Ich würde mich über Tipps freuen!

4. Aufstehen

Nie ist es so gemütlich im Bett oder auf der Couch wie in den Momenten, in denen man sich völlig im Klaren darüber ist, dass man gleich austehen muss. Morgens noch einmal rumgedreht – na gut, zweimal – nachmittags noch kurz ein paar Minuten länger auf der Couch vor dem Fernseher kleben geblieben. Und schon hat man die Bahn verpasst, kommt zu spät, muss sich hetzen, sich entschuldigen, verpasst vielleicht sogar etwas Wichtiges. Und dabei könnte es doch so einfach sein…

5. Weihnachtsgeschenke kaufen

Der Klassiker. Jedes Jahr am 24. Dezember das gleiche Prozedere: Ich versuche mir ernsthaft ins Gewissen zu reden und mir fest vorzunehmen, alle Weihnachtsgeschenke das nächste Jahr mit monatelangem Vorlauf zu erwerben. Im Dezember will ich entspannen, die Adventszeit genießen, ein paar Päckchen schön ruhig einpacken und mich auf Weihnachten freuen. Ja, Pustekuchen. Die Realität sieht leider anders aus. Trotz sämtlicher guter Vorsätze renne ich leider meistens, wie wohl 99 Prozent aller Deutschen, am letzten Wochenende vor Weihnachten noch einmal in die Stadt, weil ich noch irgendetwas brauche.

Damit mir das dieses Jahr nicht passiert, habe ich mir einen kleinen Helfer gebastelt, der mich gut und besser organisiert durch die Weihnachtszeit bringen soll. Und natürlich stelle ich euch den auch gerne zur Verfügung. Zwar habe ich bisher erst ein Geschenk von mehreren, aber ich bin guter Hoffnung, dass mein Plan aufgehen wird – und der Stress dieses Weihnachten nicht zu Besuch kommt.

Weihnachtstodo

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5 Ideen, was man gegen Prokrastination tun kann

a) Nichts

b) Das nächste Mal etwas

c) Besser planen

d) Nervige Handy-Wecker stellen

e) Ein besserer Mensch werden

Trotzdem hat auch Aufschieben seine guten Seiten: Ein sehr interessantes Phänomen ist dabei, dass man schließlich Aufgaben erledigt, die man eigentlich auch nicht mag. Die Spülmaschine ausräumen, um nur ein Beispiel zu nennen. Nie ist meine Küche so sauber wie wenn ich mich vor dem Lernen drücke. Letzte Woche gab es übrigens bereits ein paar Tipps dazu, wie man endlich mit dem Pauken anfängt. In diesem Sinne: Ich mache etwas dagegen. Bald.

14 Kommentare

  1. Ich kann dir in allen Punkten voll und ganz zustimmen!!!! Bei mir kommt noch das Thema „Rechnungen bezahlen“ dazu. Diese bezahle ich in der Regel nämlich frühestens nach der ersten Mahnung. Ich will gar nicht wissen, wie viel Mahngebühren ich dadurch schon bezahl habe… Zum Thema Nägel lackieren: Ich lackiere meine immer am Sonntag Abend. Am Mittwoch Abend mache ich den Lack dann wieder runter und die Nägel haben „Ruhe“ bis zum nächsten Sonntag. So umgeht man auch den abgeplatzten Lack 😉

    Liebe Grüße, Neele

    • Klingt nach einer guten Nagel-Routine. Vielleicht probiere ich das heute mal aus… passenderweise ist ja direkt Sonntag! 🙂 Liebe Grüße!

  2. Made my day, vor allem die fünf Tipps! Der Handywecker ist in der Tat ein nützliches Instrument. Mein Prokrastinationsobjekt Nr. 1 ist Bügeln & Wäschefalten. Seit ich das immer auf den Tatort am Sonntagabend lege, geht es einigermaßen. Aber wehe, ich brauche vorher etwas Gebügeltes…

  3. Das mit dem Nägel lackieren kenne ich auch nur zu gut. Zur Zeit schiebe ich das auch immer auf und am Ende komme ich dann doch nicht mehr dazu. Deswegen sind meine Nägel nun auch schon seit Wochen unlackiert..

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

  4. Ansonsten kaufe oder bastle ich meine Weihnachtsgeschenke immer auf den letzten Drücker. Aber dieses Jahr habe ich jetzt schon alles zusammen. Bei mir lief übrigens letzte Woche die Reihe 7 Tage-7 Weihnachtsgeschenke DIY’s.

    Liebe Grüsse
    Sidney
    http://www.mo-reli.blogspot.com

  5. Beim Lesen deines Posts, habe ich mich total darin wiedergefunden. Leider tendiere ich auch immer dazu Sachen erst im letzten Moment zu erledigen.:) Vor allem im Punkt Nägel zu spät lackieren, musste ich echt schmunzeln, denn ich warte tatsächlich immer damit, bis ich das Haus verlasse, und ärgere mich dann wenn ich irgendwo hin greife und der Nagellack verschmiert. 😀
    Alles Liebe und einen schönen ersten Advent,
    Leni
    http://www.theblondejourney.com/

  6. Zum Thema Nägel kann ich Dir nur raten auf UV-Lack umzusteigen. Es gibt bereits Sets mit Lampe etc. für ca. 50 Euro und Du hast anschließend gute zwei Wochen schön lackierte Nägel. Ich bin jedenfalls super zufrieden 🙂

  7. Ein super Blogbeitrag, liebe Leonie! ♥ Hahaha, ich musste gerade richtig lachen… Punkt drei klingt leider komplett nach mir. 😀 Bitte gibt mir Bescheid, wenn du eine Lösung gefunden hast! 😉

    Liebste Grüße und ich hoffe, wir sehen uns ganz bald wieder! Viellicht ja mal für eine Runde auf dem Weihnachtsmarkt? 🙂 :-*
    Lisa von http://www.confettiblush.com

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